Welche langfristigen Ziele verfolgt J. Schneider, um seine Rolle als „Hidden Champion“ auch in Zukunft zu sichern und weiter auszubauen?

Ben Huber: Die Industrie in Deutschland befindet sich derzeit in einem Wandel - der internationale Wettbewerbsdruck nimmt zu.  Um die Zukunft des Unternehmens zu sichern, müssen wir diesen Wandel mit unserer Innovationskraft aktiv mitgestalten. Glücklicherweise haben wir uns mit unseren Produkten und Technologien bereits auf vielen attraktiven Zukunftsmärkten etabliert.

 In welchen Technologien oder Märkten sieht das Unternehmen die größten Chancen für Wachstum in den nächsten fünf bis zehn Jahren? Wie sehen Sie das für Ihre Geschäftsbereiche?

Torsten Ruf: Da gibt es einige. Die Energiewende, die Stabilisierung der Netze und die damit einhergehende Elektrifizierung sind nicht nur in Deutschland wichtige Themen. Transformatoren, wie wir sie heute schon entwickeln und bauen, sind sowohl für die Einspeisung der durch Wind und Photovoltaik erzeugten Energie als auch für die Ertüchtigung der Netze von enormer Bedeutung. Aber auch die Entwicklung der E-Mobilität auf der Schiene schreitet immer mehr voran, ein Markt für den ebenfalls Transformatoren gebraucht werden.

Michael Schweiger: Außerdem gewinnt die Sicherheitstechnik immer mehr an Bedeutung. Anlagen und Daten vor Spannungsschwankungen zu sichern wird eine der großen Herausforderungen der Zukunft werden. Hierfür entwickeln und fertigen wir zum Beispiel unterbrechungsfreie Stromversorgungen, sozusagen Sichere Stromversorgung Made in Offenburg, die weltweit eingesetzt wird. Immer neue Herausforderungen an die Stromversorgungen stellen auch die Entwicklung der Materialien und ihre Beschichtung, um ein weiteres Beispiel zu nennen. Diese Entwicklungen mitzumachen und mit dabei zu sein, das ist ein Schlüssel zum Erfolg. 

Johannes Anti: Im Service-Center elektrische Antriebe geht die Entwicklung von der Reparatur und Wartung von Gleichstrommotoren hin zur Entwicklung moderner Antriebskonzepte. Hohe Anforderungen an Robustheit, Zuverlässigkeit und vor allem Energieeffizienz erfordern den Einsatz neuer Antriebskonzepte, die mit elektronisch gesteuerten Motoren realisiert werden. In unserem Team haben wir eine gute Mischung aus langjährigen, erfahrenen Mitarbeitern und jungen frisch ausgebildeten Fachkräften. Es ist immens wichtig, mit einer guten Aus- und Weiterbildung immer am Ball zu bleiben.

Wie möchte das Unternehmen auf die steigende Nachfrage im Bereich erneuerbare Energien reagieren – insbesondere bei Windkraft- und Photovoltaiksystemen?

Marco Geiler: Aufgrund unserer sehr guten Umsatzentwicklung in den letzten Jahren haben wir stetig unsere Produktionskapazitäten erweitert. Da wir jetzt flächentechnisch an unsere Grenzen stoßen, kümmern wir uns aktuell intensiv um weitere Expansionsmöglichkeiten. Derzeit sind wir in der Konzept-Planung eines neuen Service-Center um Platz für die Kapazitätserweiterung im Transformatorenbau zu ermöglichen.

Noch wichtiger ist es im Moment allerdings zusätzliche Mitarbeiter zu finden. Wir haben eine Vielzahl an offenen Stellen ausgeschrieben. Fachkräfte aus der Elektrotechnik oder Mechanik aber auch Anlernkräfte sind bei uns sehr willkommen. Wichtig ist hierfür die Leistungsbereitschaft, Integrationsfähigkeit und die Freude an der Arbeit. Und last but not least sind wir jedes Jahr auf der Suche nach Auszubildenden. Sie sind unsere Zukunft! Nur mit ihnen wird es uns gelingen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Wichtig ist es auch, ihnen nach der Ausbildung eine Perspektive zu bieten. Unser Übernahmequote liegt bei weit über 90%. Um für diese Zielgruppe noch attraktiver zu werden, bauen wir die Ausbildungsqualität weiter aus und investieren regelmäßig in ein modernes Ausbildungsumfeld.

Nach der Ausbildung bieten wir mit Weiterbildungen und Trainee-Programmen zusätzliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Viele unserer Führungskräfte wurden schon bei J. Schneider ausgebildet. Denn das ist klar, nur mit gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern können wir unsere Ziele für die Zukunft erreichen.